Gastbeitrag zum Thema Aquatinta

In unregelmässigen Abständen erzählen artiazza Künstler in einem Gastbeitrag etwas über ihre Leidenschaft. In diesem Beitrag erklärt dir Katja van Dyck-Taras, was es mit der Aquatinta-Technik auf sich hat.

Was ist Aquatinta?

Die Aquatinta-Technik gehört zu den aufwendigsten im Kupfertiefdruck, daher zuerst einmal ein bisschen Hintergrund:

Beim Tiefdruck liegen die Druckträger vertieft in der Plattenoberfläche. Vertieft werden sie mechanisch durch eine Radiernadel oder andere Gegenstände, die geeignet sind die entsprechende Druckplatte zu verletzen. Daher werden diese Verfahren „kalt“ genannt, wie z. B. „Kaltnadelradierung“.

Die Darstellungen gehen dabei von Linien aus, Flächen können nur durch übereinandergelegte Schraffierung erreicht werden. Einfacher können Liniaturen auf dünnen Ätzlack auf der Druckplatte ausgeführt werden, vor allem bei gerundeten Formen.

Aquatinta bedeutet gefärbtes Wasser, damit ist gemeint, dass getuschte Flächen , wie im Aquarell, durch dieses Verfahren simuliert werden können.

Alle geätzten Techniken sind „heiss“, im Gegensatz zu den mechanischen. Allerdings gehört dazu viel Vorstellungskraft, denn diese Technik ist damit verbunden, sich das Motiv als Negativ vorzustellen.

  1. Die Druckplatte (Kupfer oder Zink) wird zuerst entfettet mit Alkohol.
  2.  Danach wird sie auf einer Wärmeplatte mit Asphaltpuder bestäubt. Das entstehende Punktraster muss anschmelzen. Nach dem Abkühlen wird geätzt.
  3. In das Säurebad einlegen, bei Kupfer = Eisendry-Chlorid, bei Zink = Salzsäure, beide Säuren in ca. 12 % Verdünnung. Bei diesem Prozess wird das Grundraster geätzt. Nach dem betreffenden Entwurf werden zuerst die hellsten Partien geätzt; Platte aus dem Bad nach *kurzer Zeit nehmen, unter Wasser abspülen, die hellste Partie mit Abdecklack abdecken und trocknen lassen. Die Platte wieder in die Säure legen.
  4. Bei der nächst hellsten Stufe, ebenso verfahren, usw. Bei der dunkelsten Farbstufe müsste die gesamte Platte bis auf den dunkelsten Ton abgedeckt sein.
    * Die Zeitdauer der einzelnen Ätzungen werden idealerweise mit einer Probe auf einer Platte ermittelt. Normalerweise reichen 10-15 min. für eine Farbstufe bei 12 % Säure.
  5. Danach Lack entfernen und mit dem Probedruck beginnen.
Bild Stadt-Abend von artiazza Künstlerin Katja van Dyck-Taras mit Aquatinta-Radierung

Stadt-Abend von artiazza Künstlerin Katja van Dyck-Taras mit Aquatinta-Radierung

 

Ihre Lebensgeschichte in künstlerischen Objekten

Spezialanfertigungen von Katja van Dyck-Taras

Kommen Sie nur selten dazu, sich mit Ihren Erinnerungen zu beschäftigen? In transparenten Schichten des individuell angepassten Entwurfes können wichtige Fotos, Dokumente Ihrer Lebensgeschichte, Briefe, Auszüge aus Büchern etc. gesammelt und gestaltet werden. Aufbewahrt in einem künstlerischen Objekt werden so Erinnerungen zu ständigen Begleitern, von Ihnen in jedem Detail erkannt, von anderen als Kunst wahrgenommen.

Alle verfügbaren transparenten Materialien, wie Glas, Acryl, Folien usw. können kombiniert und verwandt werden.

Grössen:

  • 35 x 45 x 20 cm
  • 45 x 60 x 25 cm
  • 60 x 75 x 30 cm
  • 75 x 90 x 40 cm

Preise von ca. CHF 175.- bis CHF 475.- für die aufgeführten Formate.

Andere Formate und Zusammenstellungen sind möglich, die Objekte werden nach Wunsch im hängenden oder stehenden Zustand hergestellt.

Zwei Spezialanfertigungen von Katja van Dyck-Taras.

 

Eine Spezialanfertigung kannst du bei Katja van Dyck-Taras direkt anfragen.

Bist du auch artiazza Künstler und möchtest einen Gastbeitrag in unserem Blog veröffentlichen? Schicke uns deine Idee an info@artiazza.com. Wir freuen uns auf deine Nachricht.

Share This